BC021 Claus Weselsky (GDL)

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BahnCast
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avatar Claus Weselsky
Vorsitzender GDL


Shownotes:
Intro 00:00:00
Begrüßung
Vorstellung 00:00:31
Claus WeselskyLebenslauf von Claus Weselsky
Geschichte der GDL 00:00:53
GDL Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Themen der GDL 00:03:13
Berufsverband – Fachinformation
Was unterscheidet die GDL von der EVG 00:04:25
 Die GDL hat einen hohen Organisationgrad unter Lokführer – Fachwissen – 34.000 Mitglieder
Öffnung der GDL für weitere Berufe 00:07:05
 Es gab 2002 bei der DB Tarifpluarlität – 2006 wurde beschlossen einen eigenständigen Tarifvertrag für Lokführer und Zugbegleitdienst zu verhandeln
Tarifstreik 2007/2008 00:09:24
 Tarifstreik 2007/2008 von der GDL bei der DB
Seit 2010 gibt es Tarifpluralität 00:14:10
 Tarifpluralität
Tarifstreik 2014/15 00:16:13
 Tarifstreik 2014/2015
Weselsky, GDL und die Öffentlichkeit 00:35:00
Streik ist etwas falsches – Angriff auf das Streikrecht –  die Mitglieder haben mich unterstützt!
Meinung der Bevölkerung 00:40:22
 Der GDL Weselsky ist wieder Happy, endlich wieder im Gespräch. –  Kaum wird der Güterverkehr bestreikt schimpft die Wirtschaft. Wenn Lokführer so wichtig wären, dann wären es Beamte
Verabschiedung 00:43:04
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9 Kommentare

  1. Besten Dank für dieses informative und sachliche Gespräch an Dich, Philip, und an Herrn Weselsky! Auch wenn, wie gesagt wurde, in diesem Jahr ein Wandel in der Berichterstattung zu erkennen ist, so ist die Unterstützung für unsachliche Hetzen auch momentan noch sehr groß.
    Ich frage mich, ob ein Großteil der Menschen in Deutschland und leider auch der jüngeren Leute zu sehr mit ihren eigenen kleinen Problemen beschäftigt ist, um sich noch für Gesamtzusammenhänge zu interessieren oder zu erkennen, dass sie vielleicht auch in einer starken Gewerkschaft sein sollten.
    Schließlich möchte ich noch sagen, dass das Zugpersonal in Deutschland einen wichtigen und anspruchsvollen Job macht und dass es nicht ohne Grund einen Fehlbestand von ca. 1000 Triebfahrzeugführern gibt. Die Spätfolgen der Bahnprivatisierung kommen noch nicht bei jedem an, aber vieles ist bereits zu erahnen, wenn man nach Großbritannien schaut. Noch kann man das verhindern, u.a. durch faire Standards im Wettbewerbsmarkt und das geht nur über Berufsgewerkschaften. Das Tarifeinheitsgesetz muss vor dem BVerfG scheitern!

  2. Sehr schöne Folge und ein schon fast professionelles Interview. Da hab ich gerne 43 Minuten zugehört. Sehr gut fand ich zum Beispiel den Ausflug in die Geschichte der GDL.

    Ich hätte es noch besser gefunden, wenn das Gespräch etwas mehr Eisenbahnaffin gewesen wäre und sich weniger nach einem schon fast beliebigen Radiointerview angehört hätte. Immerhin sind die meisten Hörer hier sicher sehr Fasziniert von der Bahn.

    Auch die ein oder andere kritische oder provokante Nachfrage, wie sie in den letzten Minuten anklang, wäre interessant gewesen. Immerhin sind die aktuellen Ziele der GDL doch sehr streitbar. Geht es doch weniger um Lohnsteigerung oder Abbau von Überstunden als vielmehr um den Erhalt der GDL an sich.

    Viele Grüße vom Lokfüher Podcast
    Eibs On Air

  3. Dieses war mit großen Abstand deine bisher beste Interviewleistung! Weiter so!

    Für mich als zwar Bahninteressierten (aber “leider” nur ganz selten Bahnfahrer) war durch diese Leistung sogar das eher weniger interessante Thema auszuhalten und hat zudem Herrn Weselsky persönliche Pluspunkte gebracht. Also persönliche Pluspunkte von einem “Nichtbetroffenden”. Jeder mag für sich selber festlegen wie viel das Wert ist. 😉

  4. Sehr gutes Interview!

    Ich wünsche der GDL alles Gute und VIEL ERFOLG bei den weiteren Verhandlungen. Ich stamme selbst auch aus einer Eisenbahner-Familie und finde es auch erschreckend wie die ganze Medienwelt unsachlich den Gewerkschaften alle demokratischen Grundrechte abspricht und unsere Bundesregierung per Gesetz ihrem bundeseigenen Unternehmen in die Hände spielt.

    Trotz großer sozialer Ungerechtigkeit organisieren sich kaum noch Arbeitnehmer in Gewerkschaften und stehen auch nicht mehr für ihre Grundrechte ein. Es ist gelinde gesagt eine Frechheit, dass immer noch den Lokführern die Schuld für diese Lage in die Schuhe geschoben wird. Die BürgerInnen müssen verstehen, dass das Unternehmen Bahn “AG” rücksichtslos, nur zum Wohle ihrer Aktionärsinteressen handelt. Nur dumm, dass kein Unternehmen ohne Mitarbeiter funktioniert. 😉

    Schöne Grüße

  5. Die Hintergründe der Auseinandersetzung konnte ich dank dieser Perspektive nun besser verstehen. Vielen Dank!

  6. Ein echt gutes Interview, vielen Dank. Ich wundere mich das Herr Weselsky in so mancher Diskussionsrunde im TV die Anwesenheit eines Bahnvorstandes nicht zur Teilnahmebedingung seinerseits gemacht hat, sie wären ihm sicher argumentativ haushoch unterlegen. Leider hat die Meinungsmache unserer Qualitätsmedien sich in Teilen der Bevölkerung doch niedergeschlagen, mancher hält Herrn Weselsky für einen machtgeilen Gewerkschaftsboss. Wenn er dann noch in einem Interview begrüßt wird mit “Sie sind ja nun der meistgehasste Mann in Deutschland…” ist es schwer in den darauf folgenden Minuten für die Anliegen der GDL zu punkten. An dieser Stelle lieben Dank an die ARD für die unpolemische und neutrale Berichterstattung :Ironie off:
    Träumt vielleicht Frau Miosga von Andrea Nahles als eingesetzte “Zwangsschlichterin” im Tarifkonflikt?

  7. mir ist das Interview zu sanft. Ich hätte mir ein deutlicheres Nachfragen gewünscht.
    Als Beispiel möchte ich hier die erwähnten Zahlen über den Organisationsgrad nennen.
    Wenn man argumentiert man habe 51 % des Fahrpersonal so würde mich interesieren wie hoch ist dieser bein Zugbegleiten, Gastro und Disponenten im einzelnen und im Vergleich zur anderen Gewerkschaft. Wenn man sagt man habe einen Flächentarifvertrag sollte man über den mal sprechen. Dieser Bundesrahmentarifvertrag sorgt eben nicht dafür das Lokführer in jedem der unterzeichnenten Betriebe die gleichen Tarifbedingungen haben. Beispielhaft sei hier die Jahresarbeitszeit und damit letztendlich die Wochenarbeitszeit zu nennen. DB aktuell 39 mit geforderten 38. Mitbewerber 40. Was nützt mir den eine 38 Stundenwoche wenn Regio gegen einen Mitbewerber mit 40 Stundenwoche unterliegt. Dann kann ich zwar wechseln und an meinem Ort bleiben darf dann aber unter schlechteren Bedingungen beim neuen Arbeitgeber tätig sein.
    Kaum eine Aussage von Herrn Weselsky wurde kritisch nachgefragt.
    Ich glaube ein dritter Gesprächspartner von Bahn oder EVG hätte für noch mehr Aufklärung gesorgt.
    Ich finde es nicht gut wenn die Mitarbeiter in einem Betrieb im gleichen Dienstplan unterschiedliche Tarifverträge bekommen und damit am Ende ein Wettbieten der Gewerkschaften beginnt. Ich würde mir vielmehr wünschen das GDL, EVG UND DB AG gemeinsam dafür sorgen das gerade im ÖPNV Tarifbedingungen gelten die Bewerber bei Ausschreibungen garantieren müssen. Und keine so wie im Bundesrahmenvertrag mit Bandbreiten die es Billigheimern ermöglichen geringere Standarts als andere Unternehmen z.B. DB AG zur Anwendung zu bringen.
    In einem Punkt hat die GDL meine volle Unterstützung am Streikrecht darf nicht gerüttelt werden, ob die GDL mit ihrem aktuellen Vorgehen der Sache gutes tut muß man abwarten. Ich bin Überzeugt gemeinsam wäre man stärker.
    Vielen Dank für das geführte Interview

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